Überschrift: „Dichtwand schützt das Seenland“.
Standort: 26 Meter hoher Bohrer mitten im Wald, nördlich der B156 zwischen dem
sächsischen Bluno und dem brandenburgischen Lieske. Lang: 10,6 km, tief: 95 bis
120 m. Kosten: bis 50 Euro pro qm. „Ein Wassertropfen würde 60 Jahre brauchen,
um von einer Seite der Wand zur anderen zu gelangen“ Ein Exportschlager ist im
Entstehen, so sagt der Leiter des Entwässerungsbetriebs.
Fragen: Der Bohrer steht in der Gemarkung Proschim.
Warum wird das verschwiegen? Wie sind
die Kosten zu verstehen, wenn allein der Strombedarf auf 650 kW Leistung
ausgelegt ist und die Flächeninanspruchnahme erheblich ist? Was kostet das
Tonmaterial? Die Dichtwand braucht selbst nur 10600 qm.
Überschrift: „Riesige Dichtwand soll den Tagebau
Welzow-Süd schützen.“ Eie riesige Dichtwand soll den genehmigten Tagebau
Welzow-Süd vor dem „heransrömenden
Grundwasser der Lausitzer Seenkette“ schützen. Im Artikel wird unter anderem
auch die Klage des BUND beschrieben. Es wird ausgesagt, dass der BUND die
Dichtwandtrasse näher an die Seenkette haben wolle.
Fragen: Was gilt denn? Dichtwand schützt Seenland
oder den Tagebau Welzow-Süd? Wieso behauptet dpa, dass sich die Schlitzfräse im
brandenburgischen Lieske mehr als 100 m tief in die Lausitz am 1.12.2010
gegraben hat. Das ist nachwievor noch Proschimer Gemarkung. Übrigens: Auch die
Windanlagen stehen auf Proschimer Gemarkung. Der BUND hat eine wesentlich für
die Sicherung des Tagebaus Welzow-Süd und der Seenkette vorgschlagen, die näher
am Tagebau geführt werden kann.
LR Spreewaldkreis
vom 20.10.2010
Überschrift: „Dichtwand soll Lausitzer Seenland
schützen.“ Der Arbeitskreis Meuro/Seenland des Braunkohleausschusses wurde
durch Rüdiger Geffers von der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung
Berlin/Brandenburg über das Teilfeld II des Tagebaus Welzow-Süd informiert. Das
Naturschutzgebiet „Weißer Berg“ wird nur unwesentlich beeinträchtigt.Mit der
Auskohlung Mitte diesen Jahrhunderts soll dort das mit 1600 ha Wasserfläche
zweitgrößte Gewässer Brandenburgs entstehen. Bereits im Frühjahr hat der Bau
einer gigantischen Dichtwand parallel zur Bundesstrasse B156 begonnen.
Fragen: An dem geplanten großen See würden die Stadt
Welzow, Lieske, Bahnsdorf, die Bundesstrasse unmittelbar liegen, teils im
Wassergebiet der Dichtwand, andererseits im Umströmungsbereich West, da ja das
Naturschutzgebiet nicht in Anspruch
genommen wird. Wie sicher ist da dieser Raum? Herr Geffers hat die Katze aus
dem Sack gelassen. Bisher behauptete Vattenfall, die Abströmung aus dem
Lausitzer Seenland durch den genehmigten Tagebau Welzow-Süd müsse verhindert
werden. Wieso bestätigt er jetzt plötzlich die Behauptung des BUND?